Mein Bekenntnis zum Geektum

Da sitze ich abends nichts ahnend zuhause und grüble, worüber ich als nächstes bloggen könnte. Ich wusel mich durch die Tweets in der Timeline und findet einen interessanten vom O’Reilly Verlag zu einer Seite, von der ich bisher noch nichts gehört hatte – nämlich Geeksisters. Dort wurde eine Blogparade gestartet, bei der es mir wirklich in den Fingern juckt, darüber zu schreiben: “Ich bin Geek – und das ist auch gut so!” ist das Motto :D

Geek sein ist anders sein – besonders, wenn man dem weiblichen Geschlecht angehört, habe ich zumindest das Gefühl. Oder vielleicht liegt es auch daran, das ich programmiere – nicht nur weil es mir Spaß macht, sondern auch noch mein Beruf ist. :D Hauptsächlich beschäftige ich mich mit Web Development (ich mag die deutsche Übersetzung nicht wirklich, die klingt meiner Meinung nach irgendwie langweilig *g*), habe mich aber auch schon mit Java und COBOL auseinander gesetzt bzw. setzen müssen (Ausbildung ;) ). Wusstet ihr, das letztere Sprache in den 1950er Jahren entstand, bis heute im Einsatz ist und maßgeblich von einer Frau mitentwickelt wurde? :D

Genug dem geekigen Vorgeschwafel, los geht es mit den Fragen von Geeksisters:

1. Was macht Dich zum Geek?
Allen voran – ich programmiere. Momentan dominiert das männliche Geschlecht (noch?) dieses Gebiet, in der Ausbildung waren wir 3 Mädels zu 25+ Jungs. Klar, heute könne viele programmieren, aber eben nicht viele Mädels. ;) Man kann mich aber genauso gut mit Videospielen beschäftigen, meine erste Konsole war ein Game Boy Special Edition in rot. Mit Fernsehserien habe ich es nicht so, die einzige, die mich von Anfang bis Ende fasziniert hat war LOST. Und zu guter letzt noch Harry Potter, womit ich groß geworden bin und was mich bis heute fasziniert. :D Außerdem bin ich von Natur aus Streber und Perfektionist, letzteres manchmal leider. *g*

Vielleicht ist es auch, das ich mich mehr für Filme und Serien ala Zurück in die Zukunft oder Knight Rider begeistern kann als für Sex and the City oder Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Das ich mich lieber mit Technikkram und Programmierung auseinander setze anstatt mit Beautykram und Fashion. Und das ich mich ins tiefste Detail über etwas informiere, wenn es mich richtig interessiert. Das kann schon mal etwas länger dauern und abends passiert es mir immer wieder: “Verdammt, es ist schon 23 Uhr! Ich muss doch morgen arbeiten.” ;D

2. Wie bist Du zum Geek geworden?
Als Kind habe ich sehr viele Bücher gelesen. Teilweise auch Schulbücher, wenn ich schon alles andere gelesen hatte. Es war mir irgendwie lieber, in eine andere Welt abzutauchen und zu lesen, als mit anderen draußen zu spielen, was ich aber auch ab und an getan habe. ;) Aber mit den Büchern hatte ich meine Ruhe.

Dann kam die Zeit, als Game Boys ganz hip waren und ich bekam auch einen. Tetris war schon total super, aber auch Pokémon hat mich lange nicht losgelassen. Später kam noch eine PS One dazu, da konnten dann auch mehrere zusammen spielen. Aber alleine am Game Boy zu zocken war auch ganz super. ;)

Den ersten Kontakt mit Computern gab es in der Schule, die seltenen Besuche im “Computerraum” waren immer ein Highlight. Irgendwann gab es dann auch Zuhause einen, aber erst mit dem Internetanschluss ging es richtig los. Ein wenig später wollte ich auch so tolle Seiten machen, auf denen ich rumsurfte. Ich kaufte mir ein Buch über HTML und fing an mir das selber beizubringen. Der Rest ist Geschichte. *g*

3. Wie wirkt sich Dein Geektum auf Dein Leben aus?
Wie schon geschrieben, mein Hobby wurde mein Beruf. Ich könnte es mir ohne auch gar nicht vorstellen – der Gedanke an ein Leben ohne erscheint mir unglaublich langweilig und öde. Ansonsten begeistert mich alles, was mit Videospielen und Büchern zu tun hat. Ich gehe dem gerne nach und habe einfach Spaß daran. Es entwickeln sich kleine und große Leidenschaften zu verschiedenen Themen. Aber eins bin ich leidenschaftlich gern: Geek. Und einfach anders sein. :)

Geek oder Nerd?
Man kann sich lange damit beschäftigen herauszufinden, wo wie man die beiden Begriffe abgrenzen kann – glaubt es mir, ich habe es versucht! Ich präferiere irgendwie Geek, habe aber auch nichts dagegen, als Nerd bezeichnet zu werden. Ich finde beides gut, mag aber Geek mehr. :)

Und nein, ich mache dort eigentlich nicht mit, um was zu gewinnen, denn ich gewinne sowieso nie. Ist so. ;) Aber:

Verdammt, es ist schon nach 23 Uhr! Ich muss doch morgen arbeiten. Kennt ihr das? XD

3 Kommentare

  1. Pingback: Heldengalerie des Geektums Teil 1

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